Argumente


Misanthropie

(griechisch: misein = hassen, ánthropos = Mensch)
Beschreibt die Haltung und Einstellung einer Person, welche den Menschen an sich verachtet oder hasst, also eines Misanthropen (deutsch: „Menschenhasser“).

Definition

Misanthropie ist ein beschreibender Begriff.
Ein Misanthrop muß weder gewalttätig, aggressiv noch arrogant sein, altruistisches (selbstloses, uneigennütziges) Handeln ist bei ihm nicht ausgeschlossen.
Die Misanthropie steht begrifflich nicht im polaren Gegensatz zum verwandten Begriff der Philanthropie (griechisch: phílos = Freund, ánthropos = Mensch; deutsch: „Menschenliebe, Menschenfreundlichkeit“), mit welchem im allgemeinen eher die Handlungsweise als die Einstellung eines Menschen bezeichnet wird.

Formen und Ursachen

Viele Gründe können Menschen dazu bringen, die Menschheit im Allgemeinen zu verachten:
Unerfreuliche Erfahrungen mit anderen Menschen, eine negative Beurteilung des menschlichen Wirkens auf der Erde,
eine (etwa religionsgespeiste) negative Ansicht über die Moral des Menschen, seine ästhetische Ablehnung, der Wunsch nach einem nicht-menschlichen Nachfolger der Menschen und vieles anderes mehr. Oft mißt der Misanthrop den Menschen an der Elle eines Ideals, bemerkt dabei die Abweichung, und das läßt ihn dann zu der Überzeugung gelangen, daß alle Menschen von Grund auf schlecht seien.

Bei extremen Fällen von Abscheu dem Menschen gegenüber sondert sich der Misanthrop ab und führt ein Einsiedlerdasein.
Diese selbst gewählte Isolation ist von pathologischer (krankhafter, abnormer) Menschenscheu zu unterscheiden, bei der trotz des Wunsches danach keine Nähe zur umgebenden menschlichen Gemeinschaft erreicht werden kann.






 

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